„Hallo! Ist da jemand?“

Im Schuljahr 20/21 geht es um das Thema „Kommunikation“.

Kontakt suchen, Kontakt aufnehmen, Kontakt pflegen: Dafür gibt es viele Möglichkeiten. Wie geht das mit Klängen, Malerei, Installationen und Schauspiel, mit digitaler Technik und Fotografie? Ist das, was ausgedrückt wird, auch das, was verstanden wird?

Die Idee zum Jahresthema „Hallo! Ist da jemand?“ entstand während des Schulalltags in den Zeiten von Corona. Durch sie ist es nicht mehr möglich, sich wie gewohnt offen und selbstverständlich zwischen den Kindern und Betreuer*innen aller Jahrgangsstufen austauschen und mischen zu können. Dies ist eigentlich wesentlich für unser offenes Ganztagskonzept.

Entsprechend den Corona-Bestimmungen finden die gewohnten Werkschauen und Bühnenpräsentationen vorerst nicht statt. Das offene Konzept ist derzeit aufgelöst und die Schüler*Innen mit den Betreuer*Innen sind in vier jahrgangsbezogenen Gruppen aufgeteilt.

„Hallo! Ist da jemand?“ bringt auch den Wunsch zum Ausdruck, trotz der genannten Einschränkungen weiterhin Formen des Austauschs und der Begegnung zu suchen!

Sich z.B. zufällig auf dem Flur zu treffen und miteinander ins Gespräch zu kommen: Das ist zurzeit nicht möglich. Welche Möglichkeiten unsere Ideen zu teilen haben wir nun, wenn wir uns dabei nicht direkt treffen? In von Künstler*Innen angeleiteten Workshopwochen suchen die Kinder nach kreativen Lösungen.

Im Akki-Alltag bieten die jeweiligen Betreuer*Innen ihrer Gruppe täglich unterschiedliche Angebote zur Wahl an. Sie spielen, werken, backen, machen Bewegungsangebote und sprechen über das, was die Kinder bewegt. Dafür nutzen sie u.a. die Werkräume, den Bewegungsraum, die Schulküche, die Sporthalle, die Aula und den derzeit in Spielzonen eingeteilten Schulhof. Die täglichen Angebote der Jahresbetreuer*Innen werden von künstlerischen Workshops begleitet, die von professionellen Künstler*Innen angeleitet werden.

Im ersten Schulhalbjahr sind sechzehn künstlerische Workshopwochen im Angebot. Die vier unterschiedlichen einwöchigen Schnupperworkshops im September und Oktober führen eine Bildende Künstlerin, ein Musiker, ein Fotograf und eine Medienpädagogin durch. Die Kinder machen hier erste Erfahrung mit einem künstlerischen Medium und erwerben z.B. einen „Fotografie-Führerschein“.

Von November bis Januar finden vier je dreiwöchigen Workshops statt. Zusammen mit den Kindern vertiefen hier eine Medien-, eine Kulturpädagogin, sowie eine Schauspielerin und ein Maler das Jahresthema.

Bisher boten die im Akki-Alltag regelmäßig stattfindenden Werkschauen allen einen Raum des Austausches von Ideen und der Wertschätzung. Hier wurden die Ergebnisse der Workshops einander gezeigt und aufmerksam betrachtet. Eine Werkschau wurde immer mit Eifer vorbereitet und mit Spannung erwartet.

Wahrgenommen werden, Beifall bekommen, Unerwartetes entdecken, Neugier fördern: In diesem Jahr sind wir aufgefordert, nach neuen Wegen des Austausches zu suchen.